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Keuchhusten
- nicht nur eine Kinderkrankheit......
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Dienstag
Mai072019

Masern - Keineswegs nur eine „Kinderkrankheit“

Seit längerem zeichnet sich weltweit aber auch in Europa wieder ein deutlicher Anstieg der Masernerkrankungen ab. Masern sind eine Viruserkrankung, die von Mensch zu Mensch übertragen wird. Nahezu jeder Kontakt zwischen einer ungeschützten Person und einem Erkrankten führt zu einer Ansteckung, daher kommt es immer wieder zur Häufung von Infektionen, auch von Jugendlichen und Erwachsenen. Man kann somit nicht mehr nur von einer Kinderkrankheit sprechen.

Die Masernerkrankung verläuft in zwei Phasen. Zu Beginn treten allgemeine Erkältungssymptome wie Fieber, Schnupfen und Husten auf, die von einer Entzündung der Bindehaut und der Mundschleimhaut begleitet sein können. Ca. 1 Woche später kommt es zum charakteristischen Hautausschlag mit bräunlich-rosafarbenen Hautflecken, die häufig im Gesicht und hinter den Ohren beginnen. In den meisten Fällen heilen Masern aus. Gefürchtet sind die seltenen Komplikationen der Masern-Erkrankung: eine Gehirnentzündung, die früh (Akute Enzepahlitis) oder erst Jahre nach dem Infekt auftreten kann (Subakute Sklerosierende Panenzephalitis - SSPE) und zu schweren neurologischen Folgen oder sogar zum Tod führt.

Da Masern eine Virusinfektion sind, gibt es keine zielgerichtete Behandlung. Antibiotika sind wirkungslos. Der einzige Schutz besteht in Form einer Schutzimpfung, die als Kombinationsimpfung mit Mumps und Röteln erfolgt. Nach zweimaliger Impfung liegt der Impfschutz bei bis zu 99%.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt daher die MasernMumpsRöteln-Impfung allen Kindern und nicht geimpften Erwachsenen. Lassen Sie Ihren Impfausweis regelmäßig bei Ihrem Hausarzt überprüfen und sich über ausstehende Impfungen beraten.

Dr. med. Alexandra Baur
Dienstag
Mrz122019

Diabetes Zentrum Chiemgau ….für Menschen mit Diabetes

Immer mehr Menschen erkranken an Diabetes mellitus. Pro Tag sind in Deutschland 1000 Neu-Diagnosen zu zählen.
Durch unzureichende Verstoffwechselung steigt der Zucker im Blut an - in den meisten Fällen spürt man davon zunächst gar nichts. Unbemerkt werden Blutgefäße und Nerven geschädigt und es kommt unbehandelt zu schwerwiegenden Komplikationen. Herzinfarkte, Schlaganfälle, Durchblutungsstörungen, Erblindungen, Verlust des Gefühls an den Füßen und offene Wunden sind die Folge.
Die Vorbeugung und frühe Feststellung des erhöhten Blutzuckers sowie die konsequente Behandlung sind der wesentliche Schritt zur Vermeidung der gefürchteten Komplikationen.

Das Risiko für Diabetes Typ 2 ist für jeden leicht zu erkennen:

  1. Gibt es schon Verwandte (Eltern, Geschwister) mit Diabetes ?
  2. Ist mein Körpergewicht zu hoch (BMI über 25>30) ?
  3. Habe ich erhöhte Blutfette oder Bluthochdruck?


Können sie auch nur eine dieser Fragen mit „ja“ beantworten, sollten Sie beim nächsten Besuch ihrer/s Hausärztin/Hausarztes nach einer Bestimmung des Nüchtern-Blutzuckers oder des Zuckerlangzeitwertes (HbA1c) fragen.

Neben der häufigsten Form des Diabetes mellitus Typ 2, gibt es die Diabeteserkrankung, die vorwiegend Kinder und junge Menschen betrifft und als Diabetes Typ 1 bezeichnet wird. Durch Fehlregulation eigener Körperzellen mit Zerstörung der insulinbildenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse, entsteht ein Mangel an dem Hormon Insulin. Die Behandlung kann nur durch das Spritzen von Insulin erfolgen.

Während es bisher keine Möglichkeit gibt, Typ 1 Diabetes zu vermeiden und die Behandlung immer mit Insulin von Beginn an erfolgen muss, gibt es viele Möglichkeiten Typ2 Diabetes zu vermeiden und eine Vielzahl an Möglichkeiten diesen zu behandeln.

Am Beginn einer Behandlung steht immer die Beratung: Was ist für mich die beste Behandlung? Was kann ich ohne Medikamente erreichen? Wo erhalte ich das notwendige Wissen über Ernährung und die Behandlungsmöglichkeiten und wie kann ich vermeiden, dass meine Organe geschädigt werden ?

Sind bereits Komplikationen wie Augenerkrankungen, Herz- und Gefäßerkrankungen, Nierenerkrankungen oder ein diabetisches Fußsyndrom eingetreten, ist eine differenzierte, auf die persönliche Situation abgestimmte, Behandlung erforderlich.

Mit mehreren, auf die verschiedene Ausprägungen der Erkrankung abgestimmten Schulungsprogrammen, kann sich jede/r Betroffene informieren und die Kontrolle über seine Erkrankung wesentlich verbessern.

Moderne Diabetestechnologie und telemedizinische Betreuung gehören selbstverständlich zu unserem Leistungsspektrum.

Vorsorgeuntersuchungen im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung in der Hausarztpraxis, die Behandlung und Schulungsprogramme sind kostenfreie Leistungen der Krankenkasse.

Ein zunehmendes Problem ist das Auftreten von Diabetes in der Schwangerschaft. Gesetzlich ist die Testung von allen Schwangeren auf das Vorliegen erhöhter Blutzuckerwerte bei der Frauenärztin/Frauenarzt vorgeschrieben. Bei Risikofaktoren sind aufwendigere Testverfahren erforderlich. Sind die Blutzuckerwerte erhöht, ist eine Behandlung nötig, um das gesunde Wachstum des Babys sicherzustellen.

Das Diabeteszentrum Chiemgau ist spezialisiert auf die Beratung von Menschen mit allen Formen des Diabetes.
Das Diabetes-Team aus Ärztinnen, Diabetesberaterinnen und Diabetesassistenten sowie Wundspezialistinnen hat vor dem Qualitätsprüfungsausschuß der Deutschen Diabetes Gesellschaft den Nachweis einer optimalen Praxisqualität erbracht und ist auf höchster Stufe
als Diabetes Zentrum mit spezifischem Qualitätsmanagement „Diabetologikum“ zertifiziert worden.

Mit der Wund- und Fußambulanz, in welcher 4 ausgebildete Wundmanagerinnen tätig sind, steht regional ein besonderes Angebot der Hausärztlichen Gemeinschaftspraxis und des Diabeteszentrums zur Verfügung. Auch die Wund- und Fußambulanz hat die Zertifizierung durch die Deutsche Diabetes Gesellschaft erreichen können.

Es ist uns ein Anliegen für unsere Patienten und Patientinnen unser Bestes zu geben. Wir freuen uns riesig, dass uns diese Anerkennungen zu Teil wurden.


Dr. Ulla Thomas-Cuntz

Donnerstag
Sep272018

Keuchhusten – nicht nur eine Kinderkrankheit

Liebe Eltern, liebe Patientinnen und Patienten,

Keuchhusten (Pertussis) gilt zwar immer noch als „Kinderkrankheit“ und kann besonders für junge Säuglinge lebensbedrohend verlaufen, aber 2/3 der Keuchhustenerkrankungen treten bei Erwachsenen älter als 19 Jahre auf. Somit spielen die Erwachsenen eine wichtige Rolle als Überträger für Säuglinge und Kleinkinder.

Keuchhusten ist sehr ansteckend, übertragen wird er durch Tröpfchen bei engem Kontakt (<1m Abstand). Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung dauert es durchschnittlich 9-10 Tage, die Gefahr der Ansteckung von Kontaktpersonen ist in den ersten 2 Krankheitswochen am höchsten.

Der Keuchhusten beginnt zunächst mit erkältungstypischem Husten und geht dann in die typischen Hustenanfälle mit anschließendem Erbrechen über, die besonders nachts sehr quälend sind und nur langsam abklingen. Insgesamt dauert der Keuchhusten 3 – 4 Monate. Bei Erwachsenen fehlen oft die typischen Hustenanfälle.

Komplikationen sind Lungenentzündungen und Rippenbrüche, bei Säuglingen Krampfanfälle, Atemstillstände und Hirnschädigung.
Eine durchgemachte Keuchhustenerkrankung hinterlässt einen Immunschutz für  10 – 20 Jahre, also nicht lebenslang, wie oft irrtümlich angenommen wird.

In den ersten 3-4 Krankheitswochen ist es mittels Nasenabstrich möglich, eine Keuchhustenerkrankung nachzuweisen, im weiteren Verlauf durch die Bestimmung der Antikörper im Blut.

Mit einer sehr frühzeitigen antibiotischen Behandlung in der Ansteckungs – und frühen Erkrankungsphase kann man den Verlauf mildern. Bei später einsetzender Antibiose kann man die Ansteckungsfähigkeit verkürzen und die Betroffenen dürfen nach 5 Tagen wieder Gemeinschaftseinrichtungen (Kindergärten, Schulen usw.) besuchen. Ohne Antibiose sind die Patienten mindestens 3 Wochen nach Beginn der typischen Hustenanfälle ansteckend.
Regelmäßige Impfungen schützen vor Erkrankungen. Die offiziellen Impfempfehlungen sehen regelmäßige Impfungen im Kindes- und Jugendalter sowie eine einmalige Keuchhustenimpfung für Erwachsene im Rahmen der regelmäßigen Auffrischimpfungen für Diphtherie und Tetanus vor. Diese Empfehlung gilt besonders für Frauen im gebärfähigen Alter. Die Impfung schützt zu etwa 85% vor der Erkrankung. Eine Erkrankung trotz Impfung verläuft wesentlich milder als ohne Impfschutz. Der in den 1990er Jahren eingeführte Impfstoff ist gut verträglich (im Gegensatz zu dem vorher eingesetzten „Ganzkeim“-Impfstoff) und vermittelt einen Schutz für 8-10 Jahre.

Da Säuglinge besonders in den ersten Lebenswochen gefährdet sind, in denen sie noch nicht ausreichend durch Impfungen geschützt sind, sollte die Familie gegen Keuchhusten geimpft sein.

Ich wünsche Ihnen eine infektarme und vor allem keuchhustenfreie Herbst- und Winterzeit!

Dr. Bettina Aichholzer
Kinderärztliche Gemeinschaftspraxis – Ärztehaus Bad Endorf

Sonntag
Jul222018

VitaliSano Gesundheitszentrum Eggstätt

VitaliSano Gesundheitszentrum Eggstätt


Nach kontinuierlichem Aufbau und Weiterentwicklung bereitet VitaliSano nun mit dem VitaliSano Gesundheitszentrum einen großen Schritt in Richtung Zukunftstechnologie.
Der Biocircuit der Firma Technogym, welcher in Eggstätt installiert wurde, ist ein Beispiel für modernstes Gerätetraining. Sitzposition, Hebelposition, Gewicht und Wiederholung werden in Ihrem persönlichen Account gespeichert. Damit werden die häufigsten Fehler, die beim herkömmlichen Training gemacht werden, wie zum Beispiel falsche Einstellung der Geräte, unkontrollierte Bewegungen, falsche Wahl der Gewichte, an diesen einzigartigen Geräten ausgeschlossen.

Sie erhalten dadurch ein effizientes Training in kurzer Zeit.

Drei Volkskrankheiten

Herz-Kreislauf-Schwäche
Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems stellen in Deutschland – wie in vielen entwickelten Industrieländern – nach wie vor die häufigste Todesursache dar und zählen zu den typischen Zivilisationskrankheiten.
Rückenschmerzen
In Deutschland haben statistisch gesehen 30-40% der Menschen Rückenschmerzen. Bei Männern sind sie die häufigste, bei Frauen die zweithäufigste Ursache für Arbeitsausfälle. Rückenschmerzen sorgen für die Hälfte aller Frühverrentungen. Der Biocircuit stärkt die Muskulatur und Gelenke.
Übergewicht
Die Zahl der Übergewichtigen nimmt in Deutschland weiterhin zu. 59% der Männer und 37% der Frauen sind übergewichtig. In der Altersklasse der Berufstätigen ist das Dicksein heutzutage so weit verbreitet, dass es keine Ausnahme mehr darstellt, sondern der Normalzustand ist.
Übergewicht resultiert in erster Linie aus einer dauerhaft zu hohen Energiezufuhr und gleichzeitig zu wenig Bewegung in Beruf und Freizeit.

Ihr Erfolg

Mit einem regelmäßigen Training erreichen Sie viel. Schon zweimal 30 Minuten in der Woche verändern den Lebensrhythmus, steigern das Wohlbefinden und beugen Krankheiten vor.

Die Privatpraxis

Nicht nur der Trainingsbereich im VitaliSano Gesundheitszentrum in Eggstätt kann sich sehen lassen. Auf rund 150qm Fläche ist hier ein Zentrum rund um die Gesundheit entstanden. In ruhiger und angenehmer Atmosphäre bietet hier unser Team in der Privatpraxis eine weite Palette an Therapien, Coachings und Wellnessanwendungen an.
 
Folgende Leistungen können Sie bei uns buchen:

  • Osteopathie / Fasziale Osteopathie
  • Faszientraining und - behandlung
  • Manuelle Therapie
  • Manuelle Lymphdrainage
  • Klassische Massage
  • Craniosacrale Therapie
  • Schmerztherapie
  • Entspannungstechniken
  • Ernährungsberatung
  • Aromaölmassage 
  • Fußreflexzonenmassage
  • Medizinische Fußpflege und Kosmetik 



VitaliSano Physiotherapie-Praxis bleibt im Ärztehaus

Trotz aller Neuerungen: Wir bleiben unseren Kunden im Ärztehaus erhalten.
Sie können auch weiterhin mit Ihren Verordnungen zu uns in die VitaliSano Physiotherapie-Praxis kommen und werden hier von unserem Team versorgt.

Unsere Leistungen der Kassenpraxis umfassen:

  • Krankengymnastik
  • Manuelle Therapie
  • Manuelle Lymphdrainage
  • PNF
  • Bobath
  • Klassische Massage Therapie
  • Osteopathie



Daniel Schneider
VitaliSano

Montag
Jun042018

Gebärmutterhalskrebs / Wechseljahresbeschwerden

Liebe Patientinnen,

in Deutschland erkranken pro Jahr ca. 5200 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Die humane Papillomviren (HPV)-Impfung schützt vor den HP-Viren, die am häufigsten Gebärmutterhalskrebs auslösen. Der Impfstoff Gardasil 9 schützt vor insgesamt 9 HP-Viren, die für 75-90 % aller Gebärmutterhalskrebserkrankungen verantwortlich sind. Er schützt auch vor Feigwarzen. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt die Impfung für alle Mädchen von 9 bis 14 Jahren. Die Kassen übernehmen die Kosten bis zum 17 Geburtstag. Die Impfung soll möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr stattfinden.
Das in Hessen 2015 begonnene Schulimpfprogramm an Grundschulen konnte die Teilnehmerrate auf mehr als 75% erhöhen.
Von 9 bis 12 Jahren sind 2 Impfungen im Abstand von 6 Monaten nötig.
Danach werden 3 Impfungen (nach 8 Wochen, nach 6 Monaten) empfohlen.
Endokrinologen fordern Trendwende bei Wechseljahresbeschwerden. Entgegen der vorherrschenden Bedenken sollten Frauen mit Wechseljahresbeschwerden viel häufiger eine Hormontherapie erhalten, empfiehlt die deutsche Gesellschaft für Endokrinologie. Eine Hormontherapie erhöht nicht generell das Brustkrebsrisiko. Lebensalter, Dauer und Dosierung der Hormontherapie, körperliche Aktivität, Gewicht, Alkohol und genetische Faktoren spielen eine wichtige Rolle.
Frauen die alleine Östrogene anwenden – das können nur Frauen ohne Gebärmutter – haben im Vergleich zu Frauen die kein Östrogen einnehmen ein geringeres Risiko für Brustkrebs und auch Darmkrebs. Frauen mit Gebärmutter erhalten eine Östrogentherapie plus Progesteron. Die Östrogendosis soll vorzugsweise über die Haut appliziert werden (Pflaster, Gel, Spray), die Progesterondosis in Form von Kapseln (oral oder vaginal).
Eine frühe Hormontherapie in der Menopause bewirkt auch ein vermindertes Demenzrisiko und eine Verbesserung des Herzkreislaufsystems.
Das Brustkrebsrisiko durch kombinierte Hormonersatztherapie ist gering erhöht: ohne HET erkranken pro Jahr in Deutschland 45 Frauen an Brustkrebs, mit kombinierter HET 48. Die Sterblichkeit an Brustkrebs unter HET ist nicht erhöht. Der Verbrauch von Antidepressiva und Schlafmittel wird durch eine HET deutlich gesenkt.

Ich freue mich das Herr Dr. Helmut Zinsmeister wieder in Bad Endorf zurück ist, er unterstützt mich in meiner Praxis immer Donnerstagnachmittag, auf Wunsch macht er auch speziell Brustultraschalluntersuchungen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Dr. Martin Kobilke
Gynäkologe