Diabetes Zentrum Chiemgau ….für Menschen mit Diabetes

Immer mehr Menschen erkranken an Diabetes mellitus. Pro Tag sind in Deutschland 1000 Neu-Diagnosen zu zählen.

Durch unzureichende Verstoffwechselung steigt der Zucker im Blut an - in den meisten Fällen spürt man davon zunächst gar nichts. Unbemerkt werden Blutgefäße und Nerven geschädigt und es kommt unbehandelt zu schwerwiegenden Komplikationen. Herzinfarkte, Schlaganfälle, Durchblutungsstörungen, Erblindungen, Verlust des Gefühls an den Füßen und offene Wunden sind die Folge.

Die Vorbeugung und frühe Feststellung des erhöhten Blutzuckers sowie die konsequente Behandlung sind der wesentliche Schritt zur Vermeidung der gefürchteten Komplikationen.

Das Risiko für Diabetes Typ 2 ist für jeden leicht zu erkennen:

  • Gibt es schon Verwandte (Eltern, Geschwister) mit Diabetes ?
  • Ist mein Körpergewicht zu hoch (BMI über 25>30) ?
  • Habe ich erhöhte Blutfette oder Bluthochdruck?

Können sie auch nur eine dieser Fragen mit „ja“ beantworten, sollten Sie beim nächsten Besuch ihrer/s Hausärztin/Hausarztes nach einer Bestimmung des Nüchtern-Blutzuckers oder des Zuckerlangzeitwertes (HbA1c) fragen.

Neben der häufigsten Form des Diabetes mellitus Typ 2, gibt es die Diabeteserkrankung, die vorwiegend Kinder und junge Menschen betrifft und als Diabetes Typ 1 bezeichnet wird. Durch Fehlregulation eigener Körperzellen mit Zerstörung der insulinbildenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse, entsteht ein Mangel an dem Hormon Insulin. Die Behandlung kann nur durch das Spritzen von Insulin erfolgen.

Während es bisher keine Möglichkeit gibt, Typ 1 Diabetes zu vermeiden und die Behandlung immer mit Insulin von Beginn an erfolgen muss, gibt es viele Möglichkeiten Typ2 Diabetes zu vermeiden und eine Vielzahl an Möglichkeiten diesen zu behandeln.

Am Beginn einer Behandlung steht immer die Beratung: Was ist für mich die beste Behandlung? Was kann ich ohne Medikamente erreichen? Wo erhalte ich das notwendige Wissen über Ernährung und die Behandlungsmöglichkeiten und wie kann ich vermeiden, dass meine Organe geschädigt werden ?

Sind bereits Komplikationen wie Augenerkrankungen, Herz- und Gefäßerkrankungen, Nierenerkrankungen oder ein diabetisches Fußsyndrom eingetreten, ist eine differenzierte, auf die persönliche Situation abgestimmte, Behandlung erforderlich.

Mit mehreren, auf die verschiedene Ausprägungen der Erkrankung abgestimmten Schulungsprogrammen, kann sich jede/r Betroffene informieren und die Kontrolle über seine Erkrankung wesentlich verbessern.

Moderne Diabetestechnologie und telemedizinische Betreuung gehören selbstverständlich zu unserem Leistungsspektrum.

Vorsorgeuntersuchungen im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung in der Hausarztpraxis, die Behandlung und Schulungsprogramme sind kostenfreie Leistungen der Krankenkasse.

Ein zunehmendes Problem ist das Auftreten von Diabetes in der Schwangerschaft. Gesetzlich ist die Testung von allen Schwangeren auf das Vorliegen erhöhter Blutzuckerwerte bei der Frauenärztin/Frauenarzt vorgeschrieben. Bei Risikofaktoren sind aufwendigere Testverfahren erforderlich. Sind die Blutzuckerwerte erhöht, ist eine Behandlung nötig, um das gesunde Wachstum des Babys sicherzustellen.

Das Diabeteszentrum Chiemgau ist spezialisiert auf die Beratung von Menschen mit allen Formen des Diabetes.

Das Diabetes-Team aus Ärztinnen, Diabetesberaterinnen und Diabetesassistenten sowie Wundspezialistinnen hat vor dem Qualitätsprüfungsausschuß der Deutschen Diabetes Gesellschaft den Nachweis einer optimalen Praxisqualität erbracht und ist auf höchster Stufe als Diabetes Zentrum mit spezifischem Qualitätsmanagement „Diabetologikum“ zertifiziert worden.

Mit der Wund- und Fußambulanz, in welcher 4 ausgebildete Wundmanagerinnen tätig sind, steht regional ein besonderes Angebot der Hausärztlichen Gemeinschaftspraxis und des Diabeteszentrums zur Verfügung. Auch die Wund- und Fußambulanz hat die Zertifizierung durch die Deutsche Diabetes Gesellschaft erreichen können.

Es ist uns ein Anliegen für unsere Patienten und Patientinnen unser Bestes zu geben. Wir freuen uns riesig, dass uns diese Anerkennungen zu Teil wurden.

Dr. Ulla Thomas-Cuntz

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