Masern - Keineswegs nur eine „Kinderkrankheit“

Seit längerem zeichnet sich weltweit aber auch in Europa wieder ein deutlicher Anstieg der Masernerkrankungen ab. Masern sind eine Viruserkrankung, die von Mensch zu Mensch übertragen wird. Nahezu jeder Kontakt zwischen einer ungeschützten Person und einem Erkrankten führt zu einer Ansteckung, daher kommt es immer wieder zur Häufung von Infektionen, auch von Jugendlichen und Erwachsenen. Man kann somit nicht mehr nur von einer Kinderkrankheit sprechen.

Die Masernerkrankung verläuft in zwei Phasen. Zu Beginn treten allgemeine Erkältungssymptome wie Fieber, Schnupfen und Husten auf, die von einer Entzündung der Bindehaut und der Mundschleimhaut begleitet sein können. Ca. 1 Woche später kommt es zum charakteristischen Hautausschlag mit bräunlich-rosafarbenen Hautflecken, die häufig im Gesicht und hinter den Ohren beginnen. In den meisten Fällen heilen Masern aus. Gefürchtet sind die seltenen Komplikationen der Masern-Erkrankung: eine Gehirnentzündung, die früh (Akute Enzepahlitis) oder erst Jahre nach dem Infekt auftreten kann (Subakute Sklerosierende Panenzephalitis - SSPE) und zu schweren neurologischen Folgen oder sogar zum Tod führt.

Da Masern eine Virusinfektion sind, gibt es keine zielgerichtete Behandlung. Antibiotika sind wirkungslos. Der einzige Schutz besteht in Form einer Schutzimpfung, die als Kombinationsimpfung mit Mumps und Röteln erfolgt. Nach zweimaliger Impfung liegt der Impfschutz bei bis zu 99%.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt daher die MasernMumpsRöteln-Impfung allen Kindern und nicht geimpften Erwachsenen. Lassen Sie Ihren Impfausweis regelmäßig bei Ihrem Hausarzt überprüfen und sich über ausstehende Impfungen beraten.

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